Antenne Witten gewinnt den Bürgermedienpreis NRW

Christian Lukas (r.) und Marek Schirmer (l.) verfolgten die Preisverleihung am Computer im Lokal des Wiesenviertel e.V. (Foto: Anna Kopetsch) Christian Lukas (r.) und Marek Schirmer (l.) verfolgten die Preisverleihung am Computer im Lokal des Wiesenviertel e.V. (Foto: Anna Kopetsch)

Einmal im Jahr zeichnet die Landesanstalt für Medien NRW bürgermediales Engagement aus. Am Freitagabend (11.3.) erhielt die Antenne Witten den 1. Preis in der Kategorie „Nah dran – mein Ort meine Geschichte“ für ihre Radiosendung „EN-Kreis vor der Kommunalwahl – Witten“. Ausgezeichnet wurden insgesamt sechs Audiobeiträge und sechs audiovisuelle Beiträge aus ganz NRW.

Christian Lukas (r.) und Marek Schirmer (l.) verfolgten die Preisverleihung am Computer im Lokal des Wiesenviertel e.V. (Foto: Anna Kopetsch)
Christian Lukas (r.) und Marek Schirmer (l.) verfolgten die Preisverleihung am Computer im Lokal des Wiesenviertel e.V. (Foto: Anna Kopetsch)

Marek Schirmer besuchte vor der Kommunalwahl 2020 alle neun Städte im Kreisgebiet und sprach mit 204 Interviewpartnern über ihre Wünsche für ihre Stadt und produzierte daraus 12 Stunden Radioprogramm für den Bürgerfunk bei Radio Ennepe Ruhr. Ohne Anfahrt war er 49 Stunden und 51,5 km im Kreisgebiet unterwegs und sammelte so 7 Stunden Interviewmaterial ein. In Witten sprach der Reporter mit Menschen Auf dem Schnee, im Buch-, Durchholz, sowie in Herbede, Stockum und der Stadtmitte. Alle Sendungen können auf nrwision.de nachgehört werden.

„Schon die Nominierung war eine Auszeichnung, der 1. Platz überraschte uns sehr“

Marek Schirmer, Mitbegründer der Antenne Witten.

Der Bürgermedienpreis wurde von der Landesmedienanstalt NRW zum 15. Mal verliehen – aufgrund der anhaltenden Corona-Lage als Zoom-Event mit Moderatorin Laura Rohrbeck. Die Laudatio auf Antenne Witten hielt Christian Pflug, Chefredakteur von Radio Essen. Die Jury hielt die Beiträge von Radio Kurzwelle aus Bielefeld und Antenne Witten für gleichwertig und konnte sich nicht zwischen Erst- und Zweiplatzierung entschieden, deshalb wurden in der Kategorie zwei erste Preise verliehen.

„Allein schon die Beteiligung beim Publikumspreis, aber natürlich jeder einzelne Beitrag,
steht doch stellvertretend dafür, wie engagiert unsere Bürgerinnen und Bürger medial partizipieren –
eine Kernvokabel im Zusammenhang mit dem Vielfaltsbegriff, dessen Förderung unsere Aufgabe ist,“

Mechthild Appelhoff, Leiterin Medienorientierung der Landesanstalt für Medien NRW.

Die Jurypreise und die Publikumspreise sind jeweils mit 1.000 Euro für den ersten Platz und mit 750 Euro für den zweiten Platz dotiert. Über die Vergabe der Preise entschied unter Ausschluss des Rechtsweges eine unabhängige Expertenjury, die von der Landesanstalt für Medien NRW einberufen wurde. Beim Publikumspreis entschied das Publikum durch ein öffentliches Online-Voting über die Gewinnerbeiträge.

Den Bürgermedienpreis verleiht die Landesanstalt für Medien NRW seit 2004 für besondere Programmleistungen in den nordrhein-westfälischen Bürgermedien. Ziel des Preises ist die Förderung der Qualität in den Bürgermedien. Bürgermedien ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, aktiv in der Medienlandschaft mitzuarbeiten. Sie ergänzen das öffentlich-rechtliche und private Medienangebot und tragen zur gesellschaftlichen Meinungsbildung bei. Bürgerfunker gehen zum Beispiel in den NRW-Lokalradios auf Sendung. Bürgerfernsehen strahlt der TV-Lernsender NRWision im digitalen Kabelfernsehen und im Internet rund um die Uhr aus.