„Der Olaf Gellisch kennt bestimmt alle Räume in den Wittener Arztpraxen und in den beiden Krankenhäusern“, hatte ich gedacht. Von wegen! Ein typischer Fall von „Denkste“ stellte sich heraus, als ich ihn zu einer Bürgerfunk-Produktion ins RuhrstadtStudio einlud. „Wo ist denn das Tonstudio im EVK?“, fragte er mich. „Im zweiten Obergeschoss genau gegenüber von den Aufzügen“, erklärte ich ihm den Weg zu seiner ersten Radiosendung.

„Das hier ist keine Preisverleihung – dies hier ist eine kolle giale Ehrung.“ Mit diesen Worten überreichte Michael Winkler seinem Kollegen Dieter Pfarre das „Goldene Mikro des RuhrstadtStudios“ für sein jahrelan ges ehrenamtliches Engagement in Krankenhausfunk und Bürgerfunk. Diakon Pfarre war 39 Jahre hauptamtlicher Krankenhausseel sorger im EvK Witten und ist am 1. Juli in den verdienten Ruhestand getreten.

WITTEN • Radio gibt es im Evangelischen Krankenhaus Witten an der Pferdebachstraße schon lange. Am 6. November 1976 startete der „Krankenhausfunk“ sein internes Programm. Mit dem Wunschkonzert, Magazinsendungen und Informationen. Aus dem Krankenhaus – für die Patienten und Mitarbeiter. Mit der Etablierung der privaten lokalen Radiostationen in Nordrhein-Westfalen ergab sich für die ehrenamtlich tätigen Radiomacher ein überraschendes, neues Betätigungsumfeld: der Bürgerfunk. Um Meinungsvielfalt zu gewährleisten, verpflichtete die Landesregierung die privaten Radiosender zur Bereitstellung von Sendezeit für freie Radiogruppen.

Witten • Die Programmmacher vom Bürgerfunk stellen am heutigen Samstag zwei Frauen vor: Die Schauspielerin Beate Albrecht vom Wittener „Theaterspiel“ ist um 18 Uhr zu Gast. Sie spricht mit Anna Kopetsch und Marek Schirmer über ihr neues Theaterstück „Alkohölle“, das am Abend West-Premiere in der WerkStadt feiert.