Keine Resignation trotz Mittel-Streichung

WITTEN • Radio gibt es im Evangelischen Krankenhaus Witten an der Pferdebachstraße schon lange. Am 6. November 1976 startete der „Krankenhausfunk“ sein internes Programm. Mit dem Wunschkonzert, Magazinsendungen und Informationen. Aus dem Krankenhaus – für die Patienten und Mitarbeiter. Mit der Etablierung der privaten lokalen Radiostationen in Nordrhein-Westfalen ergab sich für die ehrenamtlich tätigen Radiomacher ein überraschendes, neues Betätigungsumfeld: der Bürgerfunk. Um Meinungsvielfalt zu gewährleisten, verpflichtete die Landesregierung die privaten Radiosender zur Bereitstellung von Sendezeit für freie Radiogruppen.

Radio machen erfordert Planung und Teamwork. Das lernen derzeit die Projektteilnehmer im Ruhrstadtstudio. Foto: Christian Lukas

Witten. Nüchtern erklärt ein Schreiben der VHS das Projekt „Radio unit(ed)“: „Migranten gestalten im Rahmen des gemeinsamen Qualifizierungsprojekts der Werkstadt und der VHS Witten Wetter Herdecke eine regelmäßige Radiosendung, die im Bürgerfunk von Radio EN ausgestrahlt wird. Über ein Jahr werden Migranten im Projekt Radio unit(ed) individuell gefördert, um den jetzigen ALG 2-Empfängern berufliche Perspektiven zu geben.“

Witten • Die Programmmacher vom Bürgerfunk stellen am heutigen Samstag zwei Frauen vor: Die Schauspielerin Beate Albrecht vom Wittener „Theaterspiel“ ist um 18 Uhr zu Gast. Sie spricht mit Anna Kopetsch und Marek Schirmer über ihr neues Theaterstück „Alkohölle“, das am Abend West-Premiere in der WerkStadt feiert.

Fast wie im Cockpit eines futuristischen Raumgleiters sitzt Marek Schirmer hinter den Reglern und blinkenden Lämpchen des Aufnahmestudios des Krankenhausfunk im evangelischen Krankenhaus. Statt Schubreglern oder Bremsdüsen reguliert der 29-jährige Wittener hier den Aufnahme-Sound für Bürgerfunksendungen.