Schirmer

Ein Marktplatz steht in Stockum auf dem Wunschzettel

Über die sichtbaren Grenzen des „Dorfes“ Stockum hinaus sind neue Bauprojekte im Ortsteil nicht gerne gesehen. Auf der einen Seite verliert Stockum aufgrund des demografischen Wandels Einwohner, die Zahl der Haushalte aber bleibt konstant. So muss Raum für Neu-Stockumer geschaffen werden

Aber bleibt dann der dörfliche Charakter bestehen? Darüber wurde viel diskutiert, denn in Stockum existiert noch die viel beschworene lebendige Nachbarschaft.

„Stockum ist kinderfreundlich und für junge Familien aufgrund seines ruhigen Umfeldes attraktiv. Und es liegt direkt an den Autobahnen 44 und 45. Bis zur B1 sind es nur ein paar Minuten Fahrzeit.“

So fasste der Stockumer Webdesigner Marek Schirmer die Arbeitsergebnisse der Gruppe „Mitte“ zusammen.

Aber: Es fehle ein Ortskern. Auch die aktive Kaufmannschaft könne nicht ausbügeln, dass die Hörder Straße so langgezogen ist. Ein Marktplatz wäre wünschenswert. Aber wo? Und mit welchen Mitteln soll er eingerichtet werden? Die Bürger erfuhren, dass der Edeka-Markt Ende 2007 aus seinem jetzigen Gebäude ausziehen wird. Eine Verlagerung an die Pferdebachstraße in einen Neubau ist geplant. Soweit die Theorie. Dass dafür ein Stockumer Sportplatz geschlossen werden soll, stößt in Stockum nicht auf Begeisterung. Daher der Appell der Stockumer: Wenn es nicht anders geht, um den Markt zu halten, der expandieren will, sollen die Sportvereine neue Plätze zugewiesen bekommen. Schließlich sollen sie ihre Trainingsmöglichkeiten behalten.

Kinderfreundlich?

Unwohl ist vielen Stockumern der Gedanke durchaus: Auf der einen Seite wird die Kinderfreundlichkeit des Stadtteils gelobt, auf der anderen Seite sollen Sportplatz und Jugendzentrum bald Geschichte sein. Das passt für sie nicht zusammen.

Für neue Gewerbeflächen wurden u.a. das Bebbelsdorf, Flächen an der Pferdebachstraße nahe der Autobahn und an der Dortmunder Straße an der Grenze zu Salingen ins Gespräch gebracht. Nach Einschätzung der Bürger könnte der Ortsteil an der Grenze zu Dortmund am ehesten Gewerbeansiedlungen verschmerzen. • luk